Was ist Wellness? Entdecken Sie die Geschichte und Wirkung auf Körper und Geist!
Unser Alltag ist geprägt von Hektik und Stress. Solange es in der «Hütte» noch nicht brennt, wird nichts aktiv unternommen. Hin und wieder eine kleine Auszeit reicht als präventive Gesundheitsvorsorge vollkommen, so die landläufige Meinung. Doch birgt eine Wellness-Auszeit wirklich den versprochenen gesundheitlichen Mehrwert? Oder ist Wellness vielmehr ein Trend des aktuellen Zeitgeists, welcher nicht das hält, was er verspricht?
Definition und Geschichte von Wellness
Das Wort «Wellness» wurde aus dem Englischen übernommen und bedeutet so viel wie «Wohlbefinden» oder «sich wohlfühlen». Der Begriff ist jedoch nicht genau definiert und umfasst unterschiedliche Ansätze. Erstmals in Erscheinung getreten ist der Begriff im 17. Jahrhundert im Oxford English Dictionary und wurde mit «Gesundheit» übersetzt.
In den 1970er Jahren wurde der Wellness-Begriff dazu verwendet, um ein ganzheitliches medizinische Modell zu beschreiben. Dies wurde im Auftrag der US-Regierung entwickelt, um den steigenden Gesundheitskosten entgegenzuwirken.
Heute ist der Begriff geradezu inflationär geworden und vor allem in der Werbung ein beliebtes Schlagwort. Von Müsli über Mineralwasser bis hin zu esoterischen Behandlungen verbinden wir alles Mögliche mit Wellness. Genauer betrachtet, können wir Wellness als Oberbegriff für verschiedene Programme, Methoden und Behandlungen verstehen, die ein inneres Gleichgewicht von Körper und Geist beabsichtigen.
Das sind beispielsweise Programme zur bewussten Ernährung und Bewegung, aber auch aktive Entspannungsmethoden, wie autogenes Training und Meditation oder passive Entspannungsmethoden, wie Massagen und Saunabesuche. Auch die Körperpflege, beispielsweise mit kosmetischen Behandlungen, ist ein weiterer Bereich, den es unter dem allgemeinen Wellness-Verständnis zu erwähnen gilt.
Stress und der menschliche Körper: Ein Blick in die Biologie
Stress ist eine natürliche Reaktion des Körpers und hatte bei unseren Urahnen eine überlebenswichtige Funktion in bedrohlichen Situationen. Im Körper erfolgt ein komplexer Vorgang, der dazu führt, dass die Stresshormone Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol ausgeschüttet werden.
Durch die Ausschüttung dieser Hormone bekommt der Körper einen Energieschub. Die Atemfrequenz und die Sauer stoffzufuhr erhöhen sich, Herz und Kreislauf werden stärker belastet und der Blutdruck steigt. Es wird mehr Blut in die Muskeln gelenkt. Der Muskeltonus erhöht sich und dem Körper stehen für die Flucht oder dem Kampf genug Sauerstoff und Energie zur Verfügung.
Die Sache mit der Stressreaktion
In der heutigen Gesellschaft wird die einst überlebenswichtige Funktion vielfach zum Verhängnis, denn die Stressreaktion läuft unabhängig von der Ursache des Stresses immer gleich ab. Bloss der Gedanke, eine Belastung nicht bewältigen zu können, reicht aus, um Stress auszulösen. so können zahlreiche Ereignisse und Umstände im Alltag, abhängig von der individuellen Prägung, eine Stressreaktion hervorrufen.
Im Gegensatz zu früher können wir heutzutage aus diesen alltäglichen Stresssituationen meist weder fliehen noch kämpfen. Die vom Körper bereitgestellten Energien werden nicht gebraucht und die Konzentration der Stresshormone bleibt hoch. In unserem hektischen Alltag entsteht schnell einmal das Gefühl, die an uns gestellten Erwartungen nicht erfüllen zu können oder der hohen Verantwortung nicht mehr gerecht zu werden.
Dabei ist es eine Frage der Zeit, bis das kurzfristige Stresserleben in einen krank machenden Dauerstress übergreift. Ein dauerhaft erhöhter Stresspegel kann die Gesundheit langfristig schwer schädigen und verzeichnet körperlich als auch mental eine negative Wirkung.
Beispiele für häufige oder dauerhafte Beschwerden nach individueller Stressbelastung sind Verspannungen, Rückenschmerzen, Erschöpfung, Nervosität und depressive Verstimmung. Auch die Lern-, Gedächtnis- und Aufmerksamkeitsprozesse werden durch chronischen Stress nachweislich beeinträchtigt.
Die negative Auswirkungen von Stress auf die Gesundheit sind zahlreich und nicht zu unterschätzen. In diesem Zusammenhang wird dem Erreichen von Gelassenheit, Stressresistenz und Ausgeglichenheit ein besonders hoher Stellenwert zugeschrieben. Bloss, wie schafft man es in der heutigen schnelllebigen Zeit gelassener, ausgeglichener und stressresistenter zu sein?
Das Erreichen von Gelassenheit
Stress kann, als evolutionär bedingtes Phänomen, nicht einfach aus dem Alltag verbannt werden, sondern es bedarf sich einen konstruktiven Umgang mit Stress anzugewöhnen. Das bedeutet, eine Strategie für sich persönlich zu finden, um mit dem Stress, der sich oft nicht vermeiden lässt, besser umzugehen.
Es sind jene Strategien, Methoden und Programme, die vielerorts in Hotels, Kurhäuser, Wellnesstempeln angeboten werden. Doch der tollste Wellnessurlaub nützt nicht viel, wenn Sie zu Hause wieder in die gleichen Muster verfallen und sich keine Zeit für sich nehmen. So werden Sie bald wieder müde, geschafft und gestresst sein. Aber genau das passiert. Und es passiert uns allen.
Deshalb ist es wichtig, bei jedem Kurzurlaub, Retreat oder besuchtem Kurs dazuzulernen. Nehmen Sie das Wissen rund um Entspannung, Aktivierung, bewusste Auszeiten und Achtsamkeit mit in den Alltag.
Ganzheitliche Wellness als Weg zu Gelassenheit und Selbstentdeckung
Ganzheitliche Wellness bietet den Gästen nicht nur einen erholsamen und angenehmen Aufenthalt, vielmehr geht es darum, ein besseres Verständnis für den eigenen Körper zu entwickeln. Gäste erleben, was Körper und Seele guttut, wie sich gesunde Ernährung auf ihr Wohlbefinden und viel Bewegung in ländlicher Umgebung auf ihre Schlafqualität auswirkt.
Ergänzend erlernen sie, wie mit gezielten Entspannungstechniken die eigene mentale Stärke gesteigert werden kann. Diese Erfahrungen nimmt der Gast mit nach Hause und erhält gleich zeitig noch umfangreiche Empfehlungen, wie die neuen Ansätze in den Alltag integriert werden können.
Nach dem Aufenthalt in einem Gesundheitshotel fährt man nicht nur entspannt nach Hause, sondern hat auch seine ganz persönlichen Anti-Stress Strategien für einen entspannteren Alltag im Gepäck. Damit Wellness nicht am Abreisetag enden muss…