Viren im Trinkwasser: Ein versteckter Grund für Infektionen im Winter?
Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum Grippewellen ausgerechnet immer im Winter auftreten? Intuitiv könnte man sagen, ja, das hat mit der fehlenden Sonneneinstrahlung zu tun. Damit, dass die Menschen zu wenig Sonnenlicht bekommen, zu wenig Vitamin D bilden und deswegen das Immunsystem herabgesetzt ist.
Das wäre EINE Erklärung. Was, wenn es eine weitere gäbe? Eine, über die niemand nachdenken möchte, weil es keine einfache Lösung in großem Massstab gibt? Die Rede ist von Viren im Trinkwasser.
Die Corona-Pandemie und Trinkwasser
Nach 1,5 Jahren Corona-Pandemie haben wir uns die Statistik der Inzidenzwerte angeschaut. Gleich am Anfang des ersten Lockdowns war uns aufgefallen, dass die Corona ”žHochburgen“ nicht etwa wie zu erwarten Grossstädte mit hohen Kontaktzahlen waren, sondern dass es sich eher um ländliche Gegenden handelte, in denen sich Hase und Igel gute Nacht sagen. Könnte das etwas mit der Wasserversorgung zu tun haben?
Klar ist, dass Hahnenwasser auf weniger als 100 Inhaltsstoffe regelmässig getestet wird. Das Vorhandensein von Viren wird dabei nicht überprüft. Dabei ist schon lange bekannt, dass im Trinkwasser virulente Viren enthalten sein können. Diesbezügliche Erkenntnisse gab es bereits vor Jahren in Finnland.
Carl-Henrik von Bonsdorff, Virologe der Universität Helsinki sagt dazu: ”žIn Finnland haben wir in einem Zeitraum von fünf Jahren insgesamt 41 Norovirusepidemien feststellen können, die durch verseuchtes Trinkwasser ausgelöst wurden.“
Dipl.-Ing. Wilfried Soddemann geht davon aus, dass auch Influenza – also Grippe Viren – durch Leitungswasser übertragen werden können. Schon vor 20 Jahren hat Soddemann als leitender Wasserkontrolleur in Nordrhein-Westphalen vor Epidemien durch Viren im Trinkwasser gewarnt. Er fand in jahrelangen empirischen Studien heraus, dass es einen Zusammenhang zwischen der Kälte des Wassers und dem Auftreten von Infektionen gibt.
Je kälter das Wasser, umso besser werden Viren im Wasser konserviert. Im kalten Nass halten sie sich tage-, wenn nicht sogar wochenlang. Die Virusinfektionen wiederrum folgen dem Gang der Wasserkälte. (Quelle: ZDF-Fernsehsendung ”žFrontal 21“ vom 6.März 2012)
Gemobbt und mundtot gemacht durch Politik und Wasser-Lobby wurde Soddemann mit Anfang 50 in den Ruhestand geschickt. Nichtsdestotrotz setzt er sich weiterhin dafür ein, dass seine Erkenntnisse bekannt werden und war zu einem Gespräch mit Erich Meidert (”žmisterwater®“) bereit. Seine Forschungen sind im Internet zu finden unter: https://sites.goo-gle.com/site/trinkwasservirenalarm/Trinkwasser-Viren
Die Kontroverse: Trinkwasser als Übertragungsweg für Coronaviren
Auch beim Covid-19-Infektionsgeschehen scheint es sich abzuzeichnen, dass dieses – genau wie die Grippe- oder die Noroviren-Infektionen – wiederkehrende ”žWinter“-Wellen aufweist. Besteht hier ebenfalls ein Zusammenhang zwischen der Wassertemperatur und dem Virusgeschehen? Ist eine Übertragung von Coronaviren durch Trinkwasser möglich? Wilfried Soddemann ist der Meinung, ja.
Die Uni Köln behauptet: Nein. Zitat: ”žLaut WHO und dem Umweltbundesamt wurden bisher keine lebenden Covid-19-Viren im Trinkwasser nachgewiesen. Aufgrund der langen Bodenpassage und der Aktivkohle-Filtration in den Wasserwerken ist das Kölner Trinkwasser gegen Viren.. geschützt.“ (Quelle: https://portal.uni-koeln.de/subporta-le/gesundheitsportal/einzelthemen/corona-und-trinkwasser)
Wer hat Recht? Wilfried Soddemann oder Uni Köln? Oder haben beide Seiten Recht und die Schwierigkeit besteht hauptsächlich darin, dass die Nachweisanalytik für Viren im Wasser äusserst schwierig ist und man akribisch suchen muss, um fündig zu werden?
Oder darin, dass die meisten Wasserwerke nicht über die nötige Technik verfügen, Viren herauszufiltern bzw. zu inaktivieren und dass man ”žkeine schlafenden Hunde wecken will“, indem man bewusst darauf verzichtet, hier aktiv und gezielt in die Forschung und Analyse zu gehen, weil man ja eh keine Lösung hat?
Rostocks Trinkwasseraufbereitung: Ein Fallbeispiel
Rostocks Oberbürgermeister Claus Ruhe Madson wurde in der Corona Krise in Deutschland bundesweit bekannt als Vorzeige-Oberbürgermeister mit den niedrigsten Inzidenzwerten des Landes und liess sich in Talkshows bei Markus Lanz, Anne Will oder Maybritt Illner feiern.
Waren die Rostocker ”žbraver“ als alle anderen Deutschen? Haben sie sich strenger an den Lockdown und die Hygieneregeln gehalten? Wir denken nein – die Lockdown-Massnahmen waren bundesweit weitestgehend vergleichbar und eher in Bayern mit einer FFP2-Mas-kenpflicht am strengsten. Woran aber lag es dann, dass Rostock im Winter 2020/2021 im Infektionsgeschehen so gut dastand?
Es gibt tatsächlich eine Sache, die Rostock einzigartig gegenüber anderen deutschen Städten macht: Rostock verfügt über eine spezielle Art der Trinkwasseraufbereitung, bei der das Trinkwasser intensiv zweimal mit Ozon behandelt wird, bevor es in die Wasserleitung und damit zum Kunden kommt. Ozonbehandlung ist ein anerkanntes Desinfektionsverfahren, das bekanntermassen Viren ausser Gefecht setzt – genauso wie andere oxidative Verfahren.
Warum ist das Corona-Geschehen örtlich so unterschiedlich – sprich: Warum scheint das Virus an Stadt- und Landesgrenzen Halt zu machen? Könnte der Grund dafür die Infrastruktur der Trinkwasserversorgung sein, die jeder Kommune selbst obliegt und die unterschiedlicher kaum sein könnte?
Was kaum jemand weiss: Wasserversorgung ist nicht genormt, sondern Selbstver-waltungsaufgabe der Gemeinden – das heisst, von Gemeinde zu Gemeinde, von Kreis zu Kreis ist die Trinkwasserversorgung unterschiedlich. Und so wundert es nicht, dass auch die RKI-Infektions-Karte ”žSprünge“ von benachbarten Gemeinden aufweist. Warum hat Düsseldorf weniger Coronafälle als Köln, obwohl beide Städte in unmittelbarer Nachbarschaft liegen? Ist Kölner Wasser wirklich so sicher wie die Uni Köln behauptet? Wilfried Soddemann berichtet, dass Köln mit Uferfiltrat arbeitet, während Düsseldorf genau wie Rostock Ozon einsetzt.
Schlussfolgerung: Trinkwasser als potenzieller Infektionsweg
Neben der bekannten Tröpfchen Infektion sollten wir in Betracht ziehen, dass es noch weitere Infektionswege geben und dass die Übertragung durch das Trinkwasser einer davon sein könnte. Wir haben dafür die RKI-Statistik im Zusammenhang mit der Betrachtung der Wasserherkunft, der Wassertemperatur und der Ausstattung der verschiedenen Wasserwerke betrachtet.