Heilkunde

Übersterblichkeit in der Schweiz und Corona-Impfung

Übersterblichkeit in der Schweiz durch Covid-19 oder die Impfung?

Übersterblichkeit in der Schweiz und die Rolle der Corona-Impfung

Seit Monaten wird in der Schweiz von der herrschenden Übersterblichkeit gesprochen. Doch die Zahlen rund um das Phänomen entstehen auf zweifelhafte Weise. Die Wissenschaft wird von der Politik ausgehebelt.

Hinweis: Dieser Artikel erschien erstmals im Februar 2023 in der Druckausgabe des Heilkunde Magazins.

Übersterblichkeit in der Schweiz: Zweifelhafte Erhebungsmethoden und Zahlen

Staaten pflegen eine reichlich morbide, aber durchaus sinnvolle Tradition. Sie prognostizieren aus den früheren Erfahrungswerten die voraussichtliche Zahl der Menschen, die im kommenden Jahr sterben. Das ist nun nicht gerade eine exakte Wissenschaft, aber heruntergebrochen auf Todesursachen lassen sich daraus Entwicklungen ableiten. Das ermöglicht es, mit Prävention oder verstärkter Forschung auf eine zunehmende Gefahr zu reagieren. Wenn man weiss, wo der Tod plötzlich öfter lauert, kann man handeln.

Voraussetzung dafür ist, dass man den «Modus operandi» möglichst nicht anfasst. Es sollte immer identisch und mit den gleichen Kategorien gearbeitet werden. Denn sonst lassen sich die Zahlen nicht mehr vergleichen.

Ein Beispiel illustriert das. Irgendwann Mitte der 90er-Jahre des letzten Jahrhunderts nahm die Zahl der tödlichen Treppenstürze in der Schweiz plötzlich dramatisch ab. Was war da geschehen? Waren sämtliche Treppen im Land über Nacht sturzsicher gemacht worden?

Nicht ganz. Die Behörden haben damals «Demenz» neu als offizielle Todesursache in die Statistik aufgenommen. Entscheidend für diese Kategorisierung ist die Erkrankung, die am Anfang der Kette steht, die zum Tod führt. Stürzt ein demenzkranker Mensch tödlich von einer Treppe, ist er nun eben kein Opfer eines Sturzes mehr, sondern der Demenz.

Übersterblichkeit und Corona-Impfung: Debatte um den Einfluss von Covid-19

In den letzten Jahren wurde dieses Prinzip der Kausalkette leichtfertig (manche sagen: gezielt) auf den Kopf gestellt. Wer mit einem positiven Test auf das Virus Covid-19 verstarb, wurde als Opfer von Corona verbucht. Es spielte keine Rolle, ob es sich um einen kerngesunden 20-Jährigen, eine 60-Jährige mit multiplen Tumoren oder einen 99-jährigen Herzkranken handelte.

Das war aus zwei Gründen fahrlässig. Zum einen wurde damit die Zahl der angeblichen Coronatoten künstlich hochgetrieben. Zum anderen wurden andere Erkrankungen in der Statistik massiv reduziert. Urplötzlich starben in der offiziellen Betrachtung viel weniger Menschen an Krebs und Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Obwohl sie dies natürlich weiterhin taten.

Die derzeit herrschende Übersterblichkeit ist ausserdem zu relativieren. Medien berichten, sie sei so «noch nie dagewesen» und stellen sie als historisch einzigartig dar. Das ist nachweislich falsch. Eine Untersuchung von zwei Koryphäen ihres Fachs, dem Nobelpreisträger Michael Levitt und dem Gesundheitsstatistiker John Ioannidis, zeigt, dass es nur in ganz vereinzelten Ländern eine historisch bedeutsame Übersterblichkeit gab. Jedenfalls, wenn man Faktoren wie Bevölkerungswachstum und Überalterung in die Rechnung einbezieht – was man tun sollte, wenn man echte Resultate will.

Ausschläge in der Übersterblichkeit gibt es alle paar Jahre in der Schweiz

Auch der Gesundheitsökonom Konstantin Beck von der Universität Luzern betont, dass es Ausschläge wie den von 2020 alle paar Jahre einmal gebe. Zudem müssen die Altersgruppen isoliert betrachtet werden. Laut Beck war die Sterblichkeit bei den unter 65-Jährigen im Jahr 2015 höher als im angeblichen Rekordjahr 2020, obwohl die Bevölkerungszahl in dieser Zeit gewachsen ist. Aber damals schlug niemand Alarm.

Die angebliche allgemeine Übersterblichkeit in der Schweiz und anderen Ländern, die verursacht sein soll durch Covid-19, muss stark hinterfragt werden, wenn sich zeigt, dass zum einen in erster die Linie die Risikogruppe der älteren Menschen betroffen war und zum anderen die wirklich verantwortlichen Todesursachen zu Gunsten von Corona ausgeblendet wurden. Und drittens kommt dazu, dass die PCR-Tests, mit denen das Virus nachgewiesen werden sollte, bekanntlich gar nicht für diagnostische Zwecke geeignet und damit fehlerbehaftet sind.

Diskussion über mögliche Zusammenhänge zwischen Corona-Virus und Übersterblichkeit

Der Tod ist nicht planbar, und er lässt sich nicht zweifelsfrei im Voraus berechnen. Es kann, wie eingangs erwähnt, Sinn machen, es dennoch zu versuchen, aber eben nur, wenn man es nach wissenschaftlichen Grundsätzen macht.

In der Schweiz – aber nicht nur hier – wurde das Thema der Übersterblichkeit in den vergangenen Jahren aber von der Politik instrumentalisiert. Es galt, die Gefahr des Virus möglichst dramatisch erscheinen zu lassen. Dazu dienten nackte Zahlen, die einer näheren Überprüfung schlicht nicht standhalten.

Das hielt die grossen Medien im Land nicht davon ab, sich an den offiziellen Zahlen und Darstellungen zu orientieren. Die Berichterstattung bestand in der Zeit aus zwei Eckpfeilern, die unablässig betont wurden: In der Schweiz wurde zwischen 2020 und 2022 gestorben wie noch nie, und es lag an Covid-19. In diesen Schilderungen lag nicht der Hauch eines Zweifels. Und Fragen wurden schon gar nicht gestellt.

Dabei hätten sich einige aufgedrängt. Nicht nur, was die abenteuerliche Herleitung bezüglich Todesursachen angeht. Gleichzeitig wurde auch alles ausgeblendet, was die Übersterblichkeit, so man von einer solchen sprechen will, auch noch herbeigeführt haben könnte. Dazu gehört unter anderem die Impfung gegen Covid-19.

Übersterblichkeit durch Corona-Impfung?

Am 19. Dezember 2020 gab Swissmedic, die Schweizerische Zulassungs- und Aufsichtsbehörde für Arzneimittel und Medizinprodukte, bekannt, dass sie den ersten Covid-19-Impfstoff für die Verwendung freigebe. Es handelte sich um das Produkt «Comirnaty» von Pfizer/Biontech.

Man habe die Zulassung «gestützt auf eine sorgfältige Prüfung der laufend eingereichten Unterlagen erteilt», so Swissmedic. Dafür hatte man gerade einmal zwei Monate gebraucht. Die Details in der Bekanntgabe sind im Rückblick höchst interessant, weil sie zeigen, dass die Behörde bei der «sorgfältigen Prüfung» mindestens ein Auge geschlossen hielt. Im Brustton der Überzeugung ist da die Rede von einem Impfschutz von «über 90 Prozent».

Veröffentlichung der Pfizer Files

Vor wenigen Wochen wurden die «Pfizer Files» öffentlich publik, zehntausende von Dokumenten, die bisher unter Verschluss waren und Informationen über die Teststudien beim Pharmaunternehmen enthalten. Sie zeigen, dass der Hersteller selbst genau wusste: Das Versprechen einer über 90-prozentigen Wirksamkeit war nicht haltbar. Es entsprang den Resultaten einer verschwindend kleinen Testgruppe. Dennoch verkündete Swissmedic, der Impfstoff habe «in allen untersuchten Altersgruppen eine vergleichbare, hohe Wirksamkeit».

Die Impfung wurde in der Schweiz ab 2021 ausgerollt, befeuert von einer noch nie dagewesenen Werbekampagne und begleitet von einer systematischen Schlechterstellung derer, die sich nicht impfen lassen wollten. In jenem Jahr starben 920 Personen zwischen 0 und 64 Jahren mehr, als die Prognose des Bundes erwarten liess. Ein Teil davon lässt sich mit dem Bevölkerungswachstum erklären.

Aber die Frage bleibt: Wie kann es sein, dass die Übersterblichkeit in dieser Altersgruppe im Jahr der Erscheinung der Impfung so massiv höher war als im Vorjahr, als sie bei rund 350 Personen lag? Immerhin war 2020 das Jahr, in dem uns Corona unvermittelt und plötzlich traf, Schockbilder aus Italien Leichenberge zeigten und es noch keinen Impfstoff gab. Es hätte damals also schlimmer sein müssen als 2021.

Dasselbe gilt für die Gesamtbevölkerung unter Einschluss aller Altersgruppen: 7’000 Tote über die Prognose hinaus im Jahr 2020, rund 8’000 nach Einführung der Impfung 2021. Und das, nachdem diese ja schwere Verläufe oder den Tod hätte verhindern sollen. Aber ausgerechnet 2021, als erstens die angeblich schützende Impfung vorlag und zweitens laut Virologen bereits schwächere Mutationen des Virus kursierten, nahm die Übersterblichkeit zu.

Global bot sich dasselbe Bild: Die Zahl der Staaten, die eine Zunahme der Sterbefälle verzeichneten, stieg um den Faktor 6.

Corona-Impfung und Übersterblichkeit in der Schweiz: Notwendigkeit einer umfassenden Untersuchung

Selbst wer die mRNA-Impfung zu Beginn bejubelt hat, müsste spätestens jetzt zugeben, dass sie nicht die versprochene Wirkung entfaltet hat. Aber das wollen die Verantwortlichen der Impfkampagne und die Medien, die sie unkritisch begleitet haben, auch im Nachhinein nicht tun. Sie müssen stattdessen daran festhalten, dass Covid-19 der Treiber des Sterbens war.

Deshalb wurden kreative Erklärungsansätze für das Phänomen gesucht. So hiess es beispielsweise, Corona töte wohl nicht immer unmittelbar, sondern oft verzögert. Menschen, die 2020 erkrankten, waren danach geschwächt und starben eben erst später. Oder, auch originell, die Sommerhitze habe vielen vom Virus Getroffenen den Rest gegeben.

Wieder leidet die Wissenschaft unter den politischen Zielen. Denn sämtliche verfügbaren Daten würden es zwingend machen, statt solche hilflosen Erklärungsversuche den Einfluss der Covid-19-Impfung auf die Gesundheit systematisch zu untersuchen.

Dass das so verzweifelt verhindert werden soll, macht misstrauisch. Forschung bedeutet Ergebnisoffenheit. Wer schon vorab definiert, welches Resultat er produzieren will, handelt nicht wissenschaftlich.

So wird beispielsweise bezüglich des «verspäteten» Tods an Corona darauf hingewiesen, das Virus verbreite sich im ganzen Körper und könne daher an diversen Organen Schaden anrichten. Das ist keine neue Erkenntnis, sondern ein allgemeines Merkmal von Viren.

Gleichzeitig wurde stets in Abrede gestellt, dass sich die Spike-Proteine – ein Bestandteil des mRNA-Impfstoffs – ungebunden im Körper verteilen kann, und das mit ungewissen Folgen. Inzwischen zeigt eine Studie aus den USA, dass genau das sehr wohl passiert.

Unter Jugendlichen wurden Herzmuskelentzündungen festgestellt, die dadurch verursacht wurden. Die bereits erwähnten «Pfizer Files» enthüllen zudem, dass der Hersteller immer von der Problematik der Spike-Proteine gewusst hat. Es ist eine weitere angebliche «Verschwörungstheorie», die offensichtlich wahr wurde.

In Pharmakreisen gelten die mRNA-Wirkstoffe als die Zukunft der Medizin

Das alles nicht näher zu untersuchen, ist fahrlässig. Vor allem, weil in Pharmakreisen die mRNA-Wirkstoffe als die Zukunft der Medizin gefeiert werden. Man verspricht sich von ihnen wirksame Hilfe gegen zahllose weitere Krankheiten und Beschwerden. Daran ist jedoch gar nicht erst zu denken, bevor feststeht, welche möglichen Gefahren lauern.

Möglicherweise ist die noch junge Technologie ja in der Tat eines Tages ein wahrer Segen. Aber Voraussetzung dafür ist, dass sie schonungslos geprüft wird. Was im Fall des Impfstoffs gegen Covid-19 nicht geschehen ist, auch wenn man uns etwas anderes erzählt hat.

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