Doppelt so viel wie empfohlen: Salzkonsum in der Schweiz viel zu hoch
Stellen Sie sich vor, Sie kochen etwas Leckeres und Frisches. Zwiebeln und Knoblauch brutzeln in der Pfanne, der Duft erfüllt die Luft. Fleisch und Gemüse liegen schon bereit. Dann greifen Sie nach dem Salzstreuer und verteilen das Salz grosszügig über dem Essen. Machen Sie sich dabei Gedanken über Ihren Salzkonsum?
Die Schweizer essen zu viel Salz
Hoher Salzkonsum hat negative Folgen für die Gesundheit. Dies zeigt eine aktuelle Studie des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV).
Im Durchschnitt konsumieren Erwachsene in der Schweiz 8,7 Gramm Salz pro Tag. Damit liegt der Salzkonsum rund 75 Prozent über der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen Menge von 5 Gramm pro Tag.
Besonders Männer greifen zu viel zum Salzstreuer: Sie nehmen durchschnittlich 10 Gramm Salz pro Tag zu sich, während Frauen im Schnitt bei 7,4 Gramm liegen.
Hoher Salzkonsum mit gesundheitlichen Folgen
Die hohen Salzmengen wirken sich negativ auf die Gesundheit aus: Bluthochdruck, Herzinfarkte und Schlaganfälle sind mögliche Folgen.
Wenn Sie zu viel Salz essen, kann das Auswirkungen auf die Kaliumversorgung in Ihrem Körper haben.
Salz besteht mehrheitlich aus Natriumchlorid. Ihr Körper braucht ein gutes Gleichgewicht zwischen Natrium und Kalium, um richtig zu funktionieren.
Folgendes passiert, wenn Sie zu viel Salz essen:
Ungleichgewicht zwischen Natrium und Kalium
Ihr Körper versucht immer, ein Gleichgewicht zwischen Natrium und Kalium zu halten. Wenn Sie viel Salz essen, steigt der Natriumspiegel im Blut. Um dieses Gleichgewicht wiederherzustellen, scheidet der Körper mehr Kalium über die Nieren aus. Das kann dazu führen, dass der Kaliumspiegel im Körper sinkt.
Auswirkungen auf den Blutdruck und die Nieren
Hoher Salzkonsum kann den Blutdruck erhöhen. Hoher Blutdruck wiederum belastet die Nieren, die dann Schwierigkeiten haben, Kalium richtig zu verarbeiten. Wenn Ihre Nieren nicht gut funktionieren, kann der Kaliumspiegel sinken.
Ein niedriger Kaliumspiegel kann zu Problemen wie Muskelschwäche und Herzproblemen führen.
Hormonelle Einflüsse
Es gibt ein Hormon namens Aldosteron, das hilft, das Gleichgewicht von Natrium und Kalium zu steuern. Wenn der Natriumspiegel hoch ist, produziert der Körper mehr Aldosteron, um das überschüssige Natrium loszuwerden. Dabei wird aber auch mehr Kalium ausgeschieden, was den Kaliumspiegel weiter senkt.
Zu viel Salz kann nicht nur das Gleichgewicht von Natrium und Kalium in Ihrem Körper durcheinanderbringen, sondern auch das Gleichgewicht von Kalzium und Magnesium.
Ihr Körper verliert dabei mehr Kalium, Kalzium und Magnesium, was zu gesundheitlichen Problemen führen kann. Deswegen ist es wichtig, nicht zu viel Salz zu essen und auf eine ausgewogene Ernährung zu achten.
Einfluss von zu viel Salz auf Kalzium und Magnesium im Körper
Erhöhte Ausscheidung von Kalzium:
Wenn Sie zu viel Salz (Natrium) essen, führt das zu einer erhöhten Natriumausscheidung über die Nieren. Dieser Prozess zieht auch mehr Kalzium mit sich, was zu einem erhöhten Kalziumverlust über den Urin führt.
Langfristig kann ein erhöhter Kalziumverlust das Risiko für Osteoporose erhöhen, eine Erkrankung, bei der die Knochendichte abnimmt und die Knochen brüchig werden.
Kalziumaufnahme:
Zu viel Salz kann bewirken, dass der Darm Kalzium nicht mehr effizient aufnimmt. Dann gelangt weniger Kalzium in den Blutkreislauf und ist für den Körper nicht verfügbar.
Magnesiumverlust:
Ähnlich wie bei Kalzium kann ein hoher Natriumspiegel im Blut auch zu einer erhöhten Ausscheidung von Magnesium über die Nieren führen. Das bedeutet, dass der Körper mehr Magnesium verliert, wenn Sie viel Salz essen.
Ein chronischer Verlust von Magnesium kann zu einem Magnesiummangel führen, der sich negativ auf verschiedene Körperfunktionen auswirkt, da Magnesium für viele Stoffwechselprozesse, Muskel- und Nervenfunktion sowie die Regulierung des Blutzuckerspiegels wichtig ist.
Auswirkungen auf die Gesundheit
Muskel- und Nervenfunktion: Magnesiummangel kann zu Muskelkrämpfen, Müdigkeit, und Nervenproblemen führen.
Herz-Kreislauf-Gesundheit: Ein langfristig niedriger Magnesiumspiegel kann auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen, da Magnesium eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Herzrhythmus und der Blutdruckkontrolle spielt.
Die Rolle basischer Mineralien
Basische Mineralien wie Kalzium, Magnesium und Kalium spielen eine wichtige Rolle dabei, die negativen Auswirkungen von zu viel Salz abzumildern.
Sie tragen zur Aufrechterhaltung eines gesunden Säure-Basen-Gleichgewichts im Körper bei und unterstützen zahlreiche Körperfunktionen. Ein übermässiger Salzkonsum kann erhebliche gesundheitliche Probleme verursachen, darunter Bluthochdruck, Nierenbelastung, beeinträchtigte Knochengesundheit und Wassereinlagerungen.
Um diesen negativen Auswirkungen entgegenzuwirken, ist es wichtig, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten und genügend basische Mineralien wie Kalzium, Magnesium und Kalium zu sich zu nehmen. Diese Mineralien tragen dazu bei, das Säure-Basen-Gleichgewicht im Körper aufrechtzuerhalten und die Gesundheit insgesamt zu fördern.
Achten Sie daher auf Ihren Salzkonsum und sorgen Sie dafür, dass Ihre Ernährung reich an basischen Mineralien ist – Ihr Körper wird es Ihnen danken!
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Falls Sie wissen möchten, warum unser heutiges Kochsalz nicht mehr viel mit dem ursprünglichen Salz zu tun hat, wo sie in der mordernen Ernährung überall versteckte Salze finden und welche Alternativen es zum raffinierten Kochsalz gibt, lesen Sie unseren weiterführenden Artikel Ist Salz ungesund?