Peace-Food – Der Weg zu Heilung und Harmonie durch Verzicht auf Tierprotein
Seit 50 Jahren esse ich kein Fleisch mehr, was mir sehr gut tut. Milch und Eier mochte ist zum Glück nie. Insofern habe ich praktisch weitgehend vegan gelebt.
Nun ist für moderne Menschen Essen viel mehr als Sättigung und Energielieferung. In unserem reichen Teil der Welt dient die Kost schon lange als Statusbeweis, wird mit Ästhetik und Genuss verbunden oder auch von spirituellen Suchern für Entwicklung und wachsende Sensibilisierung gebraucht. Der Gegenpol, bewusster Verzicht auf Nahrung beim Fasten, lässt sich ebenfalls zu spirituellen Erlebnissen und solchen schwebender Leichtigkeit des Seins nutzen.
Die globale Hungerkrise und unsere Rolle
Andererseits wird Hungern durch erzwungenen Mangel an Nahrung noch immer weltweit für eine Milliarde Menschen zur grauenhaften Erfahrung des Untergangs aller Hoffnung. Trotz einer Halbierung des Hungers auf der Welt ist die Wirklichkeit noch immer schlimmer als sich die meisten Wohlstandsbürger vorstellen, denn tatsächlich verhungern täglich Tausende, dar-unter mehr Kinder als am 11. September an Managern aus der Geld- und Wirtschaftsbranche umkamen. Im satten Teil der Welt haben wir uns an dieses Elend gewöhnt und Nachrichten-Sendungen berichten längst nicht mehr darüber.
Sind die Toten von 9/11 wichtiger als die täglich Verhungernden, darunter so viele Kinder? Wir sind über unsere Nahrungsbeschaffung direkt an Ihrem Elend beteiligt und folglich mitverantwortlich. Aus den ärmsten Hunger-Ländern importieren wir noch immer Futtermittel, um in unseren Massentierzuchthäusern Schlachttiere zu mästen und anschliessend uns mit deren Fleisch. Das ist einerseits unverantwortlich gegenüber den Hungernden, bedroht aber auch uns und zwar nicht nur durch monströse Figur-Entgleisungen, sondern auch ganz konkret ganzheitlich.
Tierisches Protein und seine Auswirkungen auf die Gesundheit
Inzwischen belegen mehr als genug wissenschaftliche Studien das Ausmass, in dem wir uns selbst mit dem Konsum tierischen Eiweisses schaden. Anfangs waren es vor allem die Forschungen des US-Ernährungs-Wissenschaftlers Colin Campbell, emeritierter Professor der renommierten Cornell-University, die demonstrierten, wie sehr Fleisch und Milchprodukte die gefährlichsten Krankheitsbilder unserer Zeit, Herzkrankheiten und Krebs, förderten.
An ihnen sterben in den Industrieländern am meisten Menschen. Beide werden in erheblichem Ausmass durch Tierprotein gefördert, also nicht nur durch Fleisch, sondern auch durch Fisch, und vor allem Milchprodukte und Eier.
Aber auch die drei Formen von Diabetes sowie die Flut an Allergien und die wachsende Bedrohung durch Alterskrankheiten wie Alzheimer, Demenz werden durch Tierprodukte stark gefördert. Tierisches Eiweiss verkürzt und belastet inzwischen dramatisch unsere zweite Lebenshälfte. Wer als Arzt ein Auge dafür hat, sieht es überall, aber auch Laien können es im Buch «Peace-Food» an Hand allgemeinverständlich dargestellter Studienergebnisse erkennen.
Es ist erschreckend inzwischen von Wissenschaftlern zu hören, die lange das Gegenteil vertraten, wie dramatisch Fleisch und Milch(produkte) den Weg in Krebs und Herzprobleme bahnen. Professor Colin Campbell, selbst von einer Milchfarm stammend, konnte es lange Zeit nicht fassen, bis ihm das chinesische Krebsregister die Augen öffnete und er den Mut fasste, seine China-Study doch zu veröffentlichen.
Mittlerweile traten längst auch andere mutige Ärzte an seine Seite, wie etwa Dean Ornish oder Caldwyn Esselstyn. Letzterer belegte als erster mit Röntgenbildern, wie Ernährungsumstellung im Sinne von Verzicht auf Tierprotein, Herz- und Gefässprobleme nicht nur verhinderte, sondern sogar rückwirkend noch besserte.
Er fotografierte röntgenologisch mit sogenannten Angiografien Herzkranzgefässe, die sich unter dieser Kost wieder öffneten. Diese Studien liessen den bekennenden Hamburger-Fan Bill Clinton umdenken und bekehrten ihn zum veganen Leben.
All das bedeutet keineswegs, dass die Seele bei der Krankheitsbilder-Entstehung nun unwichtiger geworden sei. Sie spielt weiter eine entscheidende Rolle wie in «Krankheit als Symbol» verdeutlicht, aber der Körper spielt entscheidend mit als die Bühne, auf der die Seele Krankheitsbilder inszeniert, um uns unsere Lernaufgaben zu Bewusstsein zu bringen.
Es führt kein Weg mehr an der Erkenntnis vorbei, dass tierisches Eiweiss – wissenschaftlich belegt – die Entwicklung von Infarkten und Krebs und letztlich all die unser Leben heute so sehr bestimmenden Krankheitsbilder der Moderne fördert. Noch verblüffender mag erscheinen, dass wenig der Osteoporose so sehr den Weg bereitet wie ausgerechnet Milchprodukte, die laut Industrie diese verhindern sollten.
Wer glaubt, es sei sinnvoll Zigarettenschachteln mit entsprechend abschreckenden Warnungen zu beschriften, müsste das auch bei Joghurt-Bechern und Fleischpackungen tun. Milliarden Menschen leiden an diesem modernen Essensstil, allein zwei Milliarden sind fettsüchtig. Aber die einschlägige Industrie kauft sich weiter Wissenschaftler, die das Gegenteil behaupten, trotz erdrückender Fakten- und Studien-Lage.
Die gesellschaftlichen und ökologischen Vorteile von Peace-Food
Wir sind über Jahrzehnte systematisch getäuscht worden. Wissenschaftler wie Campbell, Esselstyn und Ornish gebührt der Verdienst, diese Irrtümer korrigiert zu haben. «Mit Peace-Food» konnte ich dazu beizutragen, sie rascher bekannt zu machen und den pflanzlich-vollwertigen Lebensstil verstärkt und in vielen Sprachen zu verbreiten. Zu unser aller Glück ist es nie zu spät, umzudenken und umzukehren.
In Ländern mit minimalem Milchkonsum wie etwa in Nigeria ist Osteoporose praktisch unbekannt. In solchen mit höchstem Milchverbrauch wie Finnland hat sie sich dagegen zu einer wahren Volksseuche entwickelt. Milch gibt zwar Calcium, wie die Wissenschaftler im Dienste der Milchindustrie betonen, aber sie nimmt noch viel mehr davon weg und entpuppt sich so spät aber dramatisch als richtiggehender Calcium-Räuber. Am schlimmsten aber ist ihr nachgewiesener hoher Anteil an IgF-1, einem Wachstumsfaktor, der die nachweislich Krebsentstehung fördert.
Das und viele weitere gesundheitliche, soziale und ökologische Probleme könnten wir uns durch Verzicht auf Tierprotein ersparen und unsere Gesundheit enorm fördern. Anstatt grosse Mengen hochwertiger Kohlenhydrate an Tiere zu verfüttern, um wenig bedrohliches Tierprotein zu erwirtschaften, lassen sich also nicht nur die schlimmsten Krankheitsbilder vermeiden, sondern durch komplettes Weglassen tierischer Nahrungsmittel unsere Gesundheit insgesamt beeindruckend voranbringen.
Sobald wir aufhören, Angst zu essen über das Fleisch gequälter und unter Todespanik geschlachteter Tiere, lässt unsere Angst nach und wir gewinnen Lebensenergie und Lebenslust.
Denn die Neurotransmitter, die Tiere in der Panik ihres Martyriums im Schlachtgang vor der Tötungsbox des Schlachthofs ausschütten, landen anschliessend selbstverständlich in ihrem Fleisch und werden von Mischköstlern mitgegessen. Das müssen wir weder uns noch den Tieren antun.
Solange wir weniger Fleisch aus dezentraler Schlachtung assen, als die Bauern noch selbst einzelne Tiere schlachteten, kannten wir überhaupt keine Panik-Attacken. Zur Zeit meines Examens vor 44 Jahren waren sie noch gar kein Thema. Persönlich bin ich glücklich, seit 50 Jahren Fleisch gemieden zu haben und fühle mich mit 71 leistungsfähig, energievoll und vor allem erleichtert, am Elend von Tier-Zucht-Häusern, -Transporten und Schlachthöfen keinen Anteil mehr zu haben und den Hunger in der Welt wenigstens nicht mehr aktiv zu vergrössern.
Seit ich ganz ohne Tiereiweiss lebe, geniesse ich obendrein die Geschenke, die sich daraus ergeben: es wird so viel leichter, sein ideales Individualgewicht zu halten, noch mehr Freude an Bewegung zu haben, weniger Körperausdünstungen zu verbreiten, mehr und bessere, vor allem friedlichere und konstruktivere Energie zu spüren, was sich insgesamt leichter anfühlt und gehobene Stimmung mit sich bringt.
Peace-Food als spirituelle Bereicherung
Die Seele bleibt im Sinne von «Krankheit als Symbol» von zentraler Wichtigkeit, um die Hintergründe von Krankheitsbildern und Symptomen zu entschlüsseln. Sie fühlt sich wohler denn je in ihrem Körperhaus entsprechend dem wundervollen Satz von Theresa von Avila: Lasst uns gut sein zum Körper, damit die Seele gern in ihm lebe.
Das Schönste an einem Leben auf pflanzlicher Basis ist aber vielleicht, sich damit nicht nur uns selbst zu fördern und zu heilen, sondern auch den hungernden ärmsten Mitmenschen langfristig nachhaltig zu helfen, wie auch Millionen von Mitgeschöpfen in Gestalt der Schlachttiere, aber auch Mutter Erde mit ihren Klima- und ökologischen Problemen. Ein Leben frei von Fleisch-
und Milchwirtschaft und die entsprechende Grossindustrie wäre ein grosser Schritt zur Rettung der Erde und für eine bessere Welt. Es würde so leicht und nachhaltig eine Menge von Umwelt- und persönlichen Katastrophen beenden.
«Peace-Food» ist aber auch die Chance, sensibler essend in neue Dimension in spiritueller Hinsicht vorzustossen. Es hat letztlich schon sehr bald schon nichts mehr mit Verzicht zu tun, sondern wird im Gegenteil zur wundervollen Bereicherung. Sich von Früchten und Gemüse zu ernähren und seine Sinne an der bunten Vielfalt der Pflanzenwelt zu erfreuen, ist ein Genuss und besonderes Privileg. Anstatt Graues und Totes, Buntes und Lebensenergiereiches zu essen, ist ein Vorzug und Botschaft von «Peace-Food».
Es bringt eine umfassende Erleichterung mit sich, denn schweres tierisches Essen liegt schwer im Magen und führt – laut mittlerweile zahlloser wissenschaftlicher Studien – zu einem beschwerlichen Leben voll schlimmster Symptome und Krankheitsbilder.
Wer dagegen leichter is(s)t und die Schwere tierischen Eiweisses und Leides meidet, fühlt sich nicht nur nach dem Essen leichter und beschwingter, sondern generell weniger ängstlich und ungleich unbelasteter und freier.
Wer obendrein in «Peace-Food» beschriebene Ernährungs-Tricks beachtet, wird mehr positives Wachstumshormon (HGH) bekommen, an mehr Wohlfühlhormon Serotonin und ausreichend Vitamin D gelangen und sich die Grundbausteine jener Neurotransmitter zu Gemüte führen, die Glücksgefühle und Harmonie vermitteln. Er wird obendrein zunehmende Sensibilität erfahren, die uns und anderen und unserem Heimatplaneten zugutekommt.
Schlussfolgerung: Der Aufruf zu einer pflanzlich-vollwertigen Ernährungsweise
Mein persönliches Lieblingsessen ist längst pflanzlich-vollwertig, was ein leichter Körper- und auf Dauer befreiendes und erhebendes Lebensgefühl vermittelt. In keinem Meditations-Zentrum dieser Welt werden schwere Speisen voll Tiereiweiss angeboten, sondern im Gegenteil leichtes Essen, das weder den Körper beschwert noch den Geist blockiert und stattdessen spirituelle Entwicklung fördert. Wem das Anliegen ist, den bringt «Peace-Food» auf einen nachhaltig guten Weg.
Die beeindruckenden Ergebnisse dieser Ernährungs-Umstellung sind wissenschaftlich belegt, aber vor allem von der persönlichen Erfahrung her ausgesprochen beeindruckend. Die Ausstrahlung entwickelt sich positiv, die Sensibilität erhöht sich, Meditationen vertiefen sich. Beim Meditieren in der Natur nähern sich nach Jahren Tiere ohne Angst und Scheu.
In Indien gibt es seit Jahrhunderten eine kleine vegane Lebensgemeinschaft, deren Kinder selbstverständlich mit wilden Antilopen spielen, die angstfrei und zutraulich bis in die Dorfmitte kommen. Modernen Menschen mag das abgehoben erscheinen, und natürlich ist es nicht so entscheidend wie der verbesserte Kontakt zur eigenen Seele, den die sensible pflanzlich-vollwertige Ernährungsweise mit der Zeit mit sich bringt.
Der Körper ist der Seele nachgeordnet, aber deshalb in seinen Bedürfnissen keinesfalls gering zu schätzen. Wer ihn bewusst auf den spirituellen Weg mitnimmt, hat mehr davon und kommt rascher voran, fühlt sich leichter, freier und glücklicher.