Heilkunde

Kürbis – ein leckeres Power-Paket an Vitalstoffen

Kürbis - Powerpaket mit Vitalstoffen

Kürbis - werden Sie beerenstark mit dem Power-Paket

Von Barbara Simonsohn

Herbst und Winter ist Kürbis-Zeit. Kürbis ist nicht nur lecker, sondern auch sehr gesund. In Afrika gibt es Kürbispulver für Kinder mit einem Vitamin-A-Mangel.

Auch hierzulande rücken Kürbisse in den Fokus von Gesundheitsbewusstsein. Die Carotinoide in Kürbis kann man nämlich nicht überdosieren, der Körper wandelt sie je nach Bedarf in Vitamin A um. Der Kürbis ist nicht nur eine Vitaminbombe, sondern auch ein Füllhorn an weiteren gesundheitlich wertvollen Inhaltsstoffen wie Polyphenolen, Ballaststoffen und Spurenelementen. 

Heiliges Gemüse und Heilpflanze: Die 10'000-jährige Geschichte des Kürbisses

Gartenkürbisse kommen ursprünglich aus Südamerika, wie auch Tomaten, Kartoffeln und Ananas. Im milden sonnenreichen Klima Mittel- und Südamerikas wurde die Pflanze schon vor mehr als 10’000 Jahren kultiviert, und zwar vor allem in Regionen, die heute zu Mexiko und Peru gehören. Damit ist der Kürbis eine der ältesten Kulturpflanzen überhaupt.

Üblich war damals wie heute die Mischkultur mit Mais und Bohnen, bekannt als pflegeleichtes „Indianerbeet“. Bohnen rankten an den Maisstängeln hoch, und der Kürbis profitierte von der Stickstoffanreicherung der Böden durch die Leguminosen. Der Kürbis beschattet mit seinen grossen Blättern den Boden und verhindert die Wasserverdunstung. Bei dem Indianerstamm der Navajos war der Kürbis eine heilige Pflanze. 

Durch die Seefahrt und die Entdeckung Amerikas durch Christoph Columbus gelangten Kürbisse nach Europa. Christoph Columbus beschrieb den Kürbis als wichtigste Pflanze der Indios und Azteken.

Spätestens im Mittelalter fanden Gartenkürbisse ihren Weg nach Europa. Der italienische Arzt und Botaniker Matthiolus schrieb: „… dass es nun in Italien andere, fremde aus Westindien gekommene Kürbisarten gäbe, die sich lange in den Winter hinein frisch aufbewahren liessen und die im Gegensatz zum Flaschenkürbis gelbe Blüten hätten.“ Seit mehreren Tausenden von Jahren gab es auch in Europa Kürbisse, aber ausschliesslich Kalebassenkürbisse oder Flaschenkürbisse. Sie waren von Südamerika nach Afrika gelangt und kamen vor etwa 5’000 Jahren über Ägypten nach Südeuropa und danach in die europäischen Klostergärten.

Hildegard von Bingen hielt im 11. Jahrhundert grosse Stücke auf Kürbis und empfahl ihn für die Wintermonate als wärmendes Gemüse Kranken und Gesunden in Kombination mit Galgant, Ysop und Bertram. Der Hokkaido-Kürbis, der zu den sogenannten Hubbard-Typen zählt, wurde ursprünglich aus Nordamerika nach Japan eingeführt und dort weiter gezüchtet. Die sogenannten Hubbard-Typen ursprünglich aus Kolumbien sind besonders reich an gesunden Carotionoiden.  

Die grösste Beere der Welt: Überraschende Fakten zum Kürbis

Botanisch gesehen ist der Kürbis die grösste Beere der Welt, eine sogenannte Panzerbeere. Kürbisse gehören zu den Kürbisarten, es gibt 100 verschiedene Gattungen mit mehr als 850 Arten. Mit mehr als 90 Prozent Wassergehalt gehört der Kürbis zu den wasserreichsten Gemüsearten, genauer gesagt zu den Fruchtgemüsen.

Sein deutscher Name leitet sich vom Lateinischen „Corbis“ her, was Korb oder Gefäss bedeutet. Es gibt drei Hauptarten: den Gartenkürbis Cucurbita Pepo, den Riesen-Kürbis Cucurbita maxima und den Moschuskürbis Cucurbita moschata. Beliebte Sorten sind Hokkaido und Butternut. 

Die Pflanze ist meist einjährig und krautig. Die Stängel und verzweigte Ranken sind niederliegend oder kletternd. Die Blüten sind goldgelb und glockenförmig und einhäusig, das heisst, männliche und weibliche Blüten wachsen an einer Pflanze.

Blütezeit ist Hoch- bis Spätsommer, die Früchte können bis zu den ersten Frösten geerntet werden. Die weiblichen Blüten lassen sich am verdickten runden Ansatz erkennen, aus dem sich später die Frucht entwickelt. Der Kürbis ist ein strikter Fremdbestäuber, das heisst, er ist auf die Bestäubung von Honigbienen, Hummeln und weiteren Wildbienen angewiesen. Bei schlechtem Wetter und mangelndem Insektenflug kann man die Bestäubung manuell durchführen, indem man Blütenstaub von männlichen Blüten auf die weiblichen überträgt. Nach der Bestäubung sollte man die männlichen Blüten abknipsen, um die Kraft der Pflanze für die Fruchtbildung zu nutzen und die Gefahr der Entstehung von Grauschimmel zu reduzieren.

Grösse und Farbe der Früchte sind sehr variabel, die Form ist rund oder oval, manche sind UFO-förmig. Orange, Grün und Grau sind die häufigsten Farben, es gibt aber auch schwarze, gestreifte und lila Früchte. Ein Kürbis kann mehrere Hundert Kilogramm wiegen, je nach Sorte und Wachstumsbedingungen, aber auch nur so gross werden wie eine Mandarine. Die grossen trompetenförmigen Blüten sind essbar.  Die Samen sind meist gross und dick und meist weiss oder braun, und gewellt oder glatt.   

Kürbis — das Füllhorn an Nährstoffen

Kürbisse stellen ein Füllhorn an gesunden Inhaltsstoffen dar. Kürbis enthält viel Kalium, Magnesium, Eisen, Kupfer, Zink, Mangan und Calcium.

Besonders hervorzuheben sind die Antioxidantien, darunter Polyphenole wie Quercetin, Catechine, Ferulsäure und Kaempferol, aber auch Carotinoide und Tocopherol, ein bestimmtes Vitamin E.

Ausserdem stecken sie voller Ballaststoffe, welche lange satt machen, für eine gesunde Verdauung sorgen und die Darmflora regenerieren.

Mit Kürbis lässt sich der antioxidative Status signifikant verbessern, wie W. S. Irwan und andere in einer Studie mit Senioren herausfanden. Gleichzeitig wirkt Kürbis antientzündlich und antiviral durch Polysaccharide vor allem im Fruchtfleisch (vgl. ebd.).

Kürbis steckt voller B-Vitamine für Nerven, Stoffwechsel und Hormonsystem und enthält viel Vitamin C, was zum grössten Teil hitzestabil ist.

Kürbiskernöl hilft sogar bei genetisch bedingtem Haarausfall.

Seit alters her wird Kürbis in vielen Ländern wie den USA, Mexiko, Indien, China und Brasilien als antientzündliches, antivirales, antidiabetisches und antioxidativ wirkendes Mittel genutzt, beim Auftreten von Geschwüren und Kürbiskerne zur Prophylaxe und Therapie von Prostatakrebs (vgl. A. S. Patel u.a., 2020).  

Carotinoid-Power

Kürbisse enthalten viele natürliche Carotinoide wie Alpha-Carotin, Beta-Carotin, Beta-Cryptoxanthin, Lutein, Lykopin und Zeaxanthin. Die drei erstgenannten werden vom Körper nach Bedarf in Vitamin A umgewandelt und werden auch als „Provitamin A“ bezeichnet. Im Gegensatz zum Vitamin A in tierischen Produkten oder Nahrungsergänzungsmitteln ist eine Überdosierung hiermit ausgeschlossen.

Carotinoide stärken nachweislich das Immunsystem, stärken die Sehkraft und beugen AMD – Altersbedingte Makula-Degeneration – vor, an der in Deutschland etwa zwei Millionen Menschen leiden, sie sorgen für eine gesunde Haut und gesunde Schleimhäute.

Natürliche Carotinoide für klare Sicht und Zellschutz – Optik Light

Ein hochwertiges Nahrungsergänzungsmittel, entwickelt für die besonderen Bedürfnisse Ihrer Augen. Mehr Infos zu Optik Light

Ausserdem schützen Carotinoide vor bestimmten Krebsarten wie Prostatakrebs. Studien in Afrika ergaben, dass sich das weit verbreitete Vitamin-A-Defizit bei Kindern durch die Gabe von 60 Gramm gekochtem Kürbisfleisch in kurzer Zeit normalisierte (vgl. M. v. d. Hoeven u.a., 2014). 

Die von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA gesundheitsbezogenen Aussagen zu Vitamin A sind: dieses Vitamin trägt zu einem normalen Eisenstoffwechsel bei, zur Erhaltung gesunder Schleimhäute, zur Erhaltung einer gesunden Haut, zur Erhaltung einer gesunden Sehkraft, zur normalen Funktion des Immunsystems und hat eine wichtige Aufgabe inne bei der Spezialisierung von Zellen. 

Carotinoide sind Fänger freier Radikaler, schützen vor UV-Licht, schützen vor Herzkreislauf-Erkrankungen und wirken antientzündlich. Der Carota-Kürbis aus Kolumbien, aber seit mehr als 20 Generationen bei uns angebaut, ist eine seltene leuchtend rot-orangene Kürbissorte vom Hubbard-Typ, weist sogar das Zwölffache der Konzentration von Carotinoiden auf wie die carotinreichste Möhrensorte.

Als „Carotakürbis Bio-Granulat“ von Dr. Pandalis mit natürlichem Orangenöl schmeckt es süsslich-aromatisch und angenehm, ideal für Pflanzenmilchshakes oder Müsli.

Sonnenschutz von innen: vor Urlaubsreisen in Skigebiete und sonnige Länder sollten Sie vier Wochen vorher damit beginnen, ihre Ernährung mit Kürbis oder Kürbispräparaten zu ergänzen, um den Hautschutz gegenüber UV-Licht zu stärken. 

Lecker und gesund ist auch eine Superfood-Backmischung „Jamie Lee Kürbis“, bio und glutenfrei, auf der Basis von Kürbiskernen.  

Kürbis: Gesundheits-Cocktail für Herz, Stoffwechsel und Immunsystem

Kürbisse sind reich an Phenolsäuren wie Vanillesäure, Kaffeesäure und Chlorogensäure, an Flavonolen wie Rutin, Kaempferol, Myricetin und Quercetin, an Polysacchariden sowie an Alpha-Tocopherol und Gamma-Tocopherol.

Alle diese Substanzen sind Radikalenfänger, sie wirken blutzuckersenkend bei hohem Blutzucker und blutdrucksenkend bei hohem Blutdruck, antientzündlich, antibakteriell, gegen pathogene Pilze und antiviral.

In Mexiko und China enthalten Anti-Diabetes-Medikamente oft Kürbis. Kürbis senkt das Niveau von Glukose im Blut und vermindert dadurch auch das Risiko von Nierenschäden durch einen erhöhten Blutzuckerspiegel.

Verantwortlich hierfür sind nicht nur die Polyphenole, sondern auch die Polysaccharide. Die Sensibilität der Zellen für Insulin wird erhöht. Die Phytoöstrogene im Kürbis wir Lignane und Isoflavone wirken einer Vergrösserung der Prostata entgegen und fördern die Apoptose, das Selbstmordprogramm von Krebszellen.

Polyphenole in Kürbis-Pflanzen haben sogar eine antidepressive Wirkung und schützen vor neurodegenerativen Erkrankungen wie Demenz und Morbus Parkinson (vgl. M. Batool 2022).     

Kürbisse werden in ihren Herkunftsländern, Mittel- und Südamerika, seit Tausenden von Jahren nicht nur als gesundes Gemüse geschätzt, sondern auch als Heilmittel für verschiedene Erkrankungen und zur Prophylaxe, zur Gesunderhaltung.

Die vielfältigen gesundheitlichen Vorzüge von Kürbis sind bei uns noch wenig bekannt. Wenn Sie das nächste Mal eine Kürbissuppe essen, freuen Sie sich nicht nur am Geschmack, sondern werden Sie dankbar für den Gesundheits-Cocktail, den Sie gerade geniessen. Kürbisse sind leicht zu ziehen und freuen sich sogar auf einen Platz auf Ihrem Komposthaufen.

Kürbiskerne und Kürbiskernöl gibt es in jedem Bioladen. In der kürbisfreien Zeit gibt es natürliche und schmackhafte Konzentrate vom wertvollen Fruchtfleisch von besonders carotenoidreichen Sorten, so dass Sie rund ums Jahr von den gesundheitlichen Vorzügen dieser Gemüsefrucht profitieren können.  

Literatur

Antonela N. Grassino u.a., „Carotenoid Content and Profiles of Pumpkin Products and By-Products“, Molecules 2023, 28, 858. 

W. Stahl und H. Sies, „Beta-Carotene and other carotenoids in protection from sunlight.“, The American journal of clinical nutrition, 96(5), 1179-1184.  

W. S. Irwan u.a., „Effects of Instant Pumpkin Soup on the Antioxidant Capacity and Oxidative Stress oft he Elderly“, Prev. Nutr. Food Sci. 2025; 30(1): 21-27

M. v. d. Hoeven u.a., „Effect of African leafy vegetables on the micronutrient status of mildly deficient farm-school children in South Africa: a randomized controlled study“, Public Health Nutrition: 19(5), 935-945

M. Batool u.a., „Nutritinoal Value, Phytochemical Potential, and Therapeutic Benefits of Pumpkin (Cucurbita sp.)“, Plants 2022, 11, 1394

A. S. Patel u.a., „Total carotene content and quality characteristics of pumpkin flavoured buffalo milk“, Heliyon 6 (2020) e04509

X. Men u.a., „Physicochemical, nutritional and functional properties of Cucurbita moschata“, Food Sci Biotechnol (2021) 30(2): 171-183

Barbara Simonsohn

Barbara Simonsohn (Jahrgang 1954) studierte Sozialwissenschaften und schloss ihr Studium als Politologin ab. Zehn Jahre hintereinander war sie in der Findhorn-Gemeinschaft in Schottland, wo sie nicht nur im Garten mitarbeitete, sondern auch einige ganzheitliche Heilmethoden lernte. 

Sie ist Ernährungsberaterin, Expertin für “Super-Foods”, Reiki-Ausbilderin und Autorin zahlreicher Bücher.

Webseite von Barbara Simonsohn

Heilkunde Newsletter

Treten Sie dem Heilkunde Universum bei

Möchten Sie kostenlose Tipps für einen gesunden Lebensstil und exklusive Produktempfehlungen? Dann melden Sie sich hier zu unserem Newsletter an und erhalten Sie als Willkommensgeschenk einen Heilkunde Artikel: