Heilkunde

Johanniskraut: Die natürliche Lösung für Depressionen, Angst und Wundheilung

Johanniskraut bei Depressionen, Angst und Wunden

Johanniskraut: Hilfe aus der Natur bei Depressionen, Angst und Wunden

Sie kennen es bestimmt: Das Echte Johanniskraut (Hypericum perforatum) ist eine Heilpflanze, die seit Jahrhunderten in der Naturheilkunde verwendet wird. Seine leuchtend gelben Blüten leuchten nicht nur in der Natur, sondern auch in der Welt der Heilpflanzen.

Ob als Stimmungsaufheller oder als äusserliches Wundheilmittel – Johanniskraut hat viele Facetten und zählt zu den stärksten Heilkräutern.

Vor allem seine Wirkung gegen depressive Verstimmungen hat ihm den Beinamen “Sonnenkraut” eingebracht. Doch was steckt wirklich hinter dieser Pflanze, die in den letzten Jahren immer mehr in den Fokus der modernen Forschung gerückt ist?

In diesem Artikel erfahren Sie alles Wichtige über das Johanniskraut und wie Sie es effektiv anwenden können.

Die heilenden Inhaltsstoffe des Johanniskrauts

Die heilenden Wirkstoffe des Echten Johanniskrauts sind vielfältig. Die wichtigsten Bestandteile sind:

  1. Hypericin und Hyperforin: Diese Substanzen sind verantwortlich für die stimmungsaufhellende Wirkung. Sie greifen in den Hirnstoffwechsel ein, indem sie die Konzentration der Neurotransmitter Serotonin, Noradrenalin und Dopamin erhöhen. Diese Neurotransmitter spielen eine wesentliche Rolle für die Regulierung der Stimmung und des emotionalen Gleichgewichts.
  2. Flavonoide: Diese sekundären Pflanzenstoffe wirken antioxidativ und entzündungshemmend. Sie unterstützen das Immunsystem und schützen die Zellen vor freien Radikalen.
  3. Gerbstoffe: Sie wirken adstringierend und fördern die Heilung von Wunden und Hautirritationen.

So wirkt das Johanniskraut auf die Stimmung

Die stimmungsaufhellende Wirkung des Johanniskrauts wird vor allem den Inhaltsstoffen Hypericin und Hyperforin zugeschrieben. Diese Substanzen greifen in die körpereigene Neurotransmitter-Balance ein und können so bei leichten bis mittelschweren depressiven Verstimmungen Linderung verschaffen.

Anwendungsgebiete

Nervosität und Unruhe: Bei Stress, Nervosität oder innerer Unruhe kann Johanniskraut helfen, die Nerven zu beruhigen und das innere Gleichgewicht wiederherzustellen.

Leichte bis mittelschwere Depressionen: Johanniskrautpräparate haben sich in zahlreichen Studien als wirksame Alternative zu herkömmlichen Antidepressiva erwiesen.

Angststörungen: Das Kraut verschafft auch bei Angstzuständen, Unruhe und Schlafstörungen Linderung.

Saisonale affektive Störungen (SAD): Bei der sogenannten Winterdepression kann Johanniskraut dazu beitragen, die Symptome zu mildern. Bei Winterdepressionen ist die Melatoninproduktion oft erhöht, was zu Müdigkeit und Antriebslosigkeit führt. Johanniskraut hilft, dieses Ungleichgewicht auszugleichen.

Johanniskraut – entzündungshemmend und wundheilend

Das Johanniskraut ist mehr als ein Antideressivum. Es kann in vielen Bereichen eingesetzt werden, denn es bietet weitere positive Eigenschaften:

Wundheilung: Äusserlich angewendet, etwa als Öl oder Salbe, unterstützt Johanniskraut die Wundheilung. Es wirkt entzündungshemmend und hilft bei Hautverletzungen, Verbrennungen und Narben.

PMS und Wechseljahresbeschwerden: Frauen, die unter prämenstruellen Symptomen oder Beschwerden in den Wechseljahren leiden, berichten von einer positiven Wirkung des Johanniskrauts auf ihr emotionales Wohlbefinden.

Entzündungshemmung: Die enthaltenen Flavonoide wirken entzündungshemmend und können so bei verschiedenen Erkrankungen wie Rheuma oder Arthritis unterstützend eingesetzt werden.

Antibakterielle Wirkung: die Inhaltsstoffe Hypericin und Psoralen verleihen dem Johanniskraut eine antibakterielle Wirkung, die bei der Behandlung von Akne und anderen Hauterkrankungen mit bakteriellen Anteilen von Interesse ist.

Einnahme und Dosierung

Das Echte Johanniskraut ist in verschiedenen Formen erhältlich, darunter als Tee, Tabletten, Kapseln, Tinkturen und Öle. 

Die optimale Dosierung richtet sich nach der individuellen Situation und sollte mit einem Therapeuten abgesprochen werden. Für die Behandlung von depressiven Verstimmungen werden meist standardisierte Johanniskraut-Präparate empfohlen. 

Beachten Sie bitte, dass Johanniskraut erst nach regelmässiger Einnahme über einen Zeitraum von mindestens zwei bis vier Wochen seine volle Wirkung entfaltet.

Johanniskrautöl selbst herstellen – eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

Johanniskraut sammeln - Johanniskrautöl herstellen

Sie benötigen:

  1. Frische, blühende Johanniskraut-Pflanzen
  2. Hochwertiges Öl (z.B. Olivenöl, Mandelöl)
  3. Ein sauberes, dunkles Glas mit Schraubverschluss
  4. Einen sonnigen Platz

So geht’s:

  1. Johanniskraut sammeln: Ernten Sie die blühenden Johanniskraut-Stängel an einem sonnigen Tag. Achten Sie darauf, dass die Blüten vollständig geöffnet sind. Tipp: Verwenden Sie nur frisches Johanniskraut. Getrocknetes Kraut gibt weniger Wirkstoffe ab.
  2. Glas vorbereiten: Spülen Sie das Glas gründlich mit heissem Wasser aus und lassen Sie es gut trocknen. Dunkles Glas schützt das Öl vor Licht und erhält so die wertvollen Inhaltsstoffe.
  3. Johanniskraut und Öl schichten: Füllen Sie das Glas bis zur Hälfte mit den Johanniskrautblüten. Giessen Sie anschliessend das Öl darüber, bis die Blüten vollständig bedeckt sind. 
  4. Ansetzen: Verschliessen Sie das Glas gut und stellen Sie es an einen warmen, sonnigen Platz. Das Öl sollte mindestens 4-6 Wochen ziehen, idealerweise jedoch 8 Wochen. Tipp: Schütteln Sie das Glas während der Ziehzeit regelmässig, damit sich die Inhaltsstoffe besser lösen.
  5. Abseihen: Nach der Ziehzeit seihen Sie das Öl durch ein feines Sieb oder ein Mulltuch in eine dunkle Flasche ab. Drücken Sie die Blütenreste gut aus, um möglichst viel Öl zu gewinnen.
  6. Aufbewahren: Lagern Sie das fertige Johanniskrautöl an einem kühlen, dunklen Ort.
  7. Haltbarkeit: Selbstgemachtes Johanniskrautöl ist in der Regel etwa ein Jahr haltbar.

Verwendungsmöglichkeiten:

Hautpflege: Johanniskrautöl wird traditionell zur Pflege trockener und empfindlicher Haut, bei Sonnenbrand und leichten Verbrennungen eingesetzt.

Massageöl: Verwenden Sie das Öl kann für entspannende Massagen.

Bäder: Geben Sie einige Tropfen Johanniskrautöl in Ihr Badewasser, um die Haut zu pflegen und die Stimmung zu heben.

Wechselwirkungen und Nebenwirkungen

Trotz seiner natürlichen Herkunft sollten Sie Johanniskraut nicht leichtfertig einnehmen. Es kann zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten kommen, insbesondere mit Antidepressiva, Blutverdünnern, hormonellen Verhütungsmitteln und bestimmten Schmerzmitteln.

Auch die Empfindlichkeit der Haut gegenüber Sonnenlicht kann durch Johanniskraut erhöht werden, was bei Sonnenexposition zu Hautirritationen führen kann.

Es ist daher ratsam, vor der Einnahme von Johanniskraut Rat von einem Heilpraktiker oder Arzt einzuholen, insbesondere wenn Sie andere Medikamente einnehmen oder eine bestehende Erkrankung haben.

Johanniskraut: Natürliche Hilfe für Körper und Seele

Das Echte Johanniskraut ist ein wertvolles Heilmittel, das sowohl bei psychischen als auch bei körperlichen Beschwerden wirksam sein kann. Ob als natürliches Antidepressivum, zur Beruhigung der Nerven oder zur Förderung der Wundheilung – die Einsatzmöglichkeiten dieser alten Heilpflanze sind vielseitig.

Für alle, die auf eine sanfte, natürliche Weise ihre Stimmung aufhellen und ihr Wohlbefinden steigern möchten, kann Johanniskraut eine sinnvolle Option sein.

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